Neue und alte Mieter - die Menschen
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1.457 Menschen aus 30 Ländern meldeten sich, um an 2-3 Straßen teilzunehmen und ein Jahr im Ruhrgebiet mietfrei zu verbringen. Für 78 Teilnehmer konnte in den drei Städten Wohnraum gefunden werden. Der Großteil der neuen Mieterinnen und Mieter ist zwischen 30 und 40 Jahren alt, es sind jedoch auch Jugendliche darunter, die mit ihren Eltern einziehen. Der älteste Teilnehmer ist 68 Jahre alt. Alle nahmen einen Ortswechsel in Kauf. Den weitesten Weg legten die zurück, die aus den USA, aus Russland und Japan ins Ruhrgebiet zogen. An ihren neuen Wohnorten leben die Kreativen ihr gewohntes Leben weiter und gehen in der Mehrzahl – einige sind Künstler, die meisten haben „bürgerliche“ Berufe – ihren bisherigen Beschäftigungen nach. Zugleich wollen sie das Leben und das „Klima“ in den Straßen ändern. Nach dem europäischen Kulturhauptstadtjahr haben die neuen Ruhrgebietler die Möglichkeit, gegen Miete in ihren Wohnungen weiterzuleben. Vor allem die alteingesessenen Mieterinnen und Mieter in den drei Straßen sollen dafür gewonnen werden, teilzunehmen und mitzuschreiben. Sie sind das Maß der Veränderung, an ihrem Beitrag wird 2-3 Straßen gemessen. Auch Ausstellungsbesucher haben in Internetcafés oder in den lokalen Büros von 2-3 Straßen die Möglichkeit, Autoren des Schriftwerks zu werden. Wer möchte, erhält kostenlos einen Laptop zur Verfügung gestellt und wird, falls nötig, in den Umgang damit eingewiesen. Alle Autorinnen und Autoren können die Sprache, in der sie schreiben möchten, selbst bestimmen. Bei Bedarf kann die Tastatur auf fremdsprachige Schriftzeichen umgestellt werden. Die Dynamik von 2-3 Straßen ist für die Teilnehmer unkalkulierbar. Nicht nur für sie. Auch die vielen anderen Menschen, die langfristig oder momentan Teil des künstlerischen Prozesses werden, verändern die Straße, lassen sich beeinflussen von ihr und werden Teil der Dynamik.
| ![]() Ein neuer Mieter ![]() Besucher der Ausstellung ![]() Die Straße im Bild |


